Artilleriegeschichte der Königlich Baierischen Artillerie

Am 01.05.1804 wurde das Kurpfalz - baierische Artillerieregiment  in 3 Bataillone neu organisiert.

I. u. III. Bataillon bekam als Standort München und das II. Bataillon Würzburg, das seit dem
30.08.1802 zu Bayern gehörte. Das II. Bataillon á 4 Kompanien mit zusammen 335 Mann,
die sich aus der alten Artillerie der Hochstiften Würzburg und Bamberg, der Kurpfalz zusammen setzten.
Offiziere : 1 Oberstleutant, 1 Major, 2 Hauptleute, 2 Kapitäne, 4 Oberleutnant,  9 Unterlt. und 1 Chirurg.

1805
Die bay.Armee und der Kurfürst gehen nach Würzburg. Krieg auf Seiten Frankreichs gegen Österreich.    
II. Bataillon zur Verteidigung der fränkischen Gebiete. 2 Batterien des II. Bataillons á 12 Kanonen mit Generalmajor Deroy.
I.u.II. Bataillon mit 2 Batterien bei Gen. Wrede.

1806
01.01. Bayern wird nach den Sieg über Österreich Königreich. Das II Bataillon kommt nach Bamberg .
01.02. das von Bayern abgetretene Würzburg wird Großherzogtum. 12.07. König Maximilian I. Joseph tritt den Rheinbund bei .

1806/07
mit Napoleon gegen Preußen. Die Art.Bataillone werden zu 2 Batterien (pro Batterie 6 Kanonen) je Division verteilt 
(Belagerung der schlesischen Festungen).

1809
Krieg gegen Österreich  und Niederschlagung des Aufstand, in das seit 1806 zu Bayern gehörende Tirol.
(z.B. bei Eggmühl, Wagram, Berg Isel).

1812
Im Rußlandfeldzug stellt Bayern das 6 Armeekorps. Von 30000 Mann kommen 4000 zurück.

1813
Neuaufstellung der bay. Armee. Nochmals Krieg gegen Rußland, Preußen und Österreich.
08.10. Bayern tritt den Verbündeten bei (Vertrag von Ried). Krieg gegen Frankreich.
24.10. Beschießung und Belagerung von Würzburg durch bayerische und österreichische Truppen unter den bay.Gen.Wrede .
28.10. Schlacht bei Hanau.    

1814
Feldzug gegen Frankreich. (Hüningen, Bar-sur-Aube, Arcis sure Aube, Brienne).
02.04. Einmarsch in Paris.
21.05. Übergabe der würzb. Festung durch den franz. Gen Turreau.
03.07. Würzburg fällt wieder an Bayern. 1 Art.- Kompanie in Würzburg

1815
Erneuter Feldzug gegen Napoleon.
27.09. neu Organisierung der Bayerischen Armee 1 Kompanie des II. Bataillons in Würzburg.

Was die Leistungen der bayerische Artillerie in dieser Zeit betrifft, kann wohl auf die vielen Anerkennungen Napoleons hingewiesen werden.

 

Ausrüstung und Bekleidung der Artillerie:

 

Die Kurpfalz - baierische Artillerie trug von 1804-1806 die der Uniform nach den Schnitt der Infanterie in folgenden Farben:  
- Dunkelblaues Grundtuch für Hose und Rock und Weste.
- Rock mit roten Kragen und Aufschlägen, Rabatten schwarz mit roten Rand.
- Um die Beine wurden schwarze Gamaschen getragen.
- Als Kopfbedeckung den Raupenhelm mit Messing- Beschlägen, sowie eine Fouragier- Mütze aus blauen Tuch mit roter Verzierung.

Bewaffnet war der Artillerist mit einen Infanteriesäbel an einen weißledernen Gürtel, sowie eine an einen ebenfalls weißledernen Bandoliere hängende Steinschloßpistole.

Als 1806 Bayern Königreich wurde, änderte sich die Uniform wie folgt:
- Uniform wie 1804 jedoch Messingepauletten satt blaue Schulterklappen und kurzen Rockschösse.
- Kavallerie- Raupenhelm mit roter Huppe und als Helmschild MJK satt MJ.

Die Bewaffnung änderte sich durch das Faschinenmesser an Stelle des Infanteriesäbels, ab1808 am Schulterbandoliere.
Steinschloßgewehre ab1812. Als Feldgeschütze hatte die Bay. Artillerie  3, 6 und 12 Pfündige Kanonen sowie 7 Pfd. Haubitzen.
Die Geschütze waren hellgrau mit schwarzen Beschlägen.  

Maximilian I. Joseph von Bayern im Krönungsornat